Ebene, eben, ebnen


Und nun wäre freie, ebene Bahn bis auf diesen ärgerlichen zähen Klumpen Fleisch, der mir gleich dem unterirdischen Zauberhund in den Geistermärchen, den Weg zu meinem Schätzen verrammelt.

Friedrich Schiller: "Die Räuber"

"Eben" weckt eine Vorstellung von Ordnung und Übersicht. Wer nach langer Wanderung durch Täler und über Berge schliesslich auf eine Ebene anlangt, wird sich auch später an jenes befreiende Gefühl erinnern, das sich seiner beim Blick auf die Weite bemächtigt hat, ein Gefühl der Freiheit, das sich zugleich mit der Sehnsucht nach der Ferne, mit dem Fernweh, verbindet. Den Weg zu ebnen, Hindernisse zu überwinden bleibt eine lebenslange Aufgabe.

 Quelle: Lexikon der schönen Wörter | Roland Kaehlbrandt und Walter Krämer


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